Sergej Koroljow - Astronomie.
Publié le 10/06/2013
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Sergej Koroljow - Astronomie. Sergej Koroljow (1907-1966), russischer Raketen- und Raumfahrtpionier. Koroljow wurde am 12. Januar 1907 in Schitomir (Ukraine) geboren. Er begann 1925, nach Abschluss der Schule, Maschinenbau an der Technischen Hochschule Moskau zu studieren. Hier erhielt er u. a. auch Unterricht bei Andrej Tupolew. Wie viele andere Raketenforscher seiner Zeit war auch Koroljow von den Schriften Konstantin Ziolkowskis stark beeinflusst. Davon überzeugt, dass Menschen mit einem Raumschiff ins All fliegen können, schloss sich Koroljow der GIRD an, der ,,Gruppe zur Erforschung der Rückstoßbewegung", die 1924 in Moskau zur Raketenforschung gegründet worden war. Hier arbeitete der ,,Chefkonstrukteur" intensiv an der Entwicklung von Flüssigkeitsraketen. 1932 übernahm Koroljow die Leitung der GIRD, und schließlich wurden die Arbeiten von Erfolg gekrönt: Am 17. August 1933 gelang der erfolgreiche Start der knapp 2,5 Meter langen GIRD 09, der ersten russischen Flüssigkeitsrakete. Spätestens ab diesem Zeitpunkt erhielt die GIRD für ihre Forschungsarbeiten jegliche Unterstützung durch das Militär. Einer der Förderer war der Marschall Michail N. Tuchatschewski, der 1937 im Zuge der Säuberungsaktionen unter Jossif Stalin verhaftet und schließlich hingerichtet wurde (siehe Tschistka). Aufgrund der engen Beziehung zu Tuchatschewski fielen auch Koroljow und zahlreiche Mitglieder der GIRD in Ungnade. Der damals 31-Jährige wurde 1938 nach Sibirien in die Minen von Kolyma verbannt. Während des 2. Weltkrieges internierte man Koroljow in verschiedenen Lagern (Moskau, Omsk, Kasan), die eigens auf Anordnung Stalins für Wissenschaftler und Techniker eingerichtet worden waren. Von 1942 bis 1946 war Koroljow stellvertretender Leiter des Versuchs-Konstruktionsbüros OKB 1. Offiziell noch immer ein Gefangener, erhielt der Raketenspezialist gegen Ende des Krieges den Rang eines Oberst der Roten Armee und wurde nach Deutschland geschickt. Hier sollte er ein Expertenteam bei der Untersuchung der V-2-Rakete unterstützen. Nach seiner Rückkehr aus Deutschland wurde Koroljow 1946 schließlich zum Chefkonstrukteur der Raketen- und Raumfahrttechnik ernannt. Er war noch immer nicht rehabilitiert und musste seiner Tätigkeit streng von der Öffentlichkeit abgeschottet nachgehen. Dies blieb auch nach dem Tod Stalins 1953 der Fall. Koroljows erste Aufgabe war die Konstruktion der R 1, eines Nachbaus der V-2-Rakete. Weiterentwicklungen, wie z. B. die R 2, R 3 und R 5, folgten. Die oberste militärische Führung forderte eine nukleare Langstreckenrakete mit dem Ziel, dass auch die USA, der Gegner während des Kalten Krieges, erreichbar sei. Die Entwicklung der R 7, einer Zweistufenrakete mit rund 28 Meter Länge, wurde 1955 abgeschlossen. Sie startete erstmals am 26. August 1957 und war die erste Interkontinentalrakete der Geschichte. Dies war ein Schock für die USA, denn ihre Entwicklung war noch nicht so weit - ein Test mit einer vergleichbaren Rakete war am 12. Juni 1957 fehlgeschlagen. Aber mit der R 7 hatte die Sowjetunion auch ein geeignetes Trägersystem für andere Zwecke. Es gelang Koroljow, das Militär für die Idee zu gewinnen, mit der R 7 Satelliten ins All zu befördern, zumal dies den technologischen Vorsprung der Sowjetunion unterstreichen würde. Schließlich startete am 4. Oktober 1957 Sputnik 1 als erster Satellit ins All, und am 7. November folgte Sputnik 2 mit der Hündin Laika an Bord. In der Folgezeit erhöhte sich der Leistungsdruck auf Koroljow und sein Team. Trotzdem leistete der Raketenspezialist Bahnbrechendes: die Weiterentwickelung der R 7 zur Sojus-Trägerrakete, die Raumkapsel Wostok, mit der z. B. Juri Gagarin 1961 und Valentina Tereschkowa 1963 ins All flogen, die Kapsel Woschod, die drei Besatzungsmitgliedern Platz bot, und das Raumgleiterprojekt SK-RK, auf dem später der russische Raumgleiter Buran, das Pendant zum Spaceshuttle, beruhte (wurde 1993 eingestellt), um nur einige Meilensteine zu nennen. Obwohl Koroljow so viel für die russische Raumfahrt getan hatte, wurde sein Name öffentlich nie erwähnt. Erst nach seinem Tod wurde mehr über den ,,Chefkonstrukteur" bekannt. Koroljow starb nach einer Krebsoperation am 14. Januar 1966, nur zwei Tage nach seinem 59. Geburtstag, in einem Moskauer Krankenhaus. Verfasst von: Maurice Wiederhold Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
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