Savanne - geographie.
Publié le 07/06/2013
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Savanne - geographie. Savanne, Sammelbegriff für ausgedehnte, oft flache Grasländer der wechselfeuchten äußeren Tropen. Klimatisch ist diese Region gekennzeichnet durch einen bei ganzjährig hohen Lufttemperaturen markanten Wechsel von sommerlichen Regen- und meist winterlichen Trockenzeiten. Der Vegetationstyp der Savanne bedeckt etwa ein Sechstel der Festlandsfläche der Erde. Die Höhe der jährlichen Niederschläge beträgt rund 500 bis 1 500 Millimeter. Zur feuchteren Seite mit mehr humiden Monaten hin gehen die Savannen ohne scharfe Grenze in regengrüne tropische Feuchtwälder, zur trockeneren Seite hin nahtlos in Halbwüsten und Wüsten über. Gleitend sind die Übergänge zwischen den tropischen Grasländern und den Trockenwäldern innerhalb und an den Rändern der Savanne. Grasländer von der Art der Savannen sind in allen Kontinenten verbreitet, die Anteil an den Tropen haben. Besonders große Flächen nehmen sie in Mittel- und Südamerika, in West- und Ostafrika, in Süd- und Südostasien sowie im Norden Australiens ein. Entsprechend unterschiedlich ist die Zusammensetzung der Vegetation. Doch haben alle tropischen Grasländer viel gemeinsam. So fehlen in den Savannen im Unterschied zu den Grasländern der Mittelbreiten Gehölze nur selten. Fast immer ragen einzelne Bäume und Sträucher aus der Grasschicht heraus. Sie bilden auch inselartige oder bandförmige Bestände, besonders entlang den Flüssen, die in den Trockenzeiten noch Wasser führen. In den Trockenzeiten werfen die Gehölze ihr Laub gewöhnlich ab. Nach dem Charakter der Vegetation und der Zahl der ariden Monate werden drei Haupttypen der Savanne unterschieden: Bei insgesamt nur drei bis fünf ariden Monaten pro Jahr entsteht die Feuchtsavanne mit einer zum Teil mehrere Meter hohen Grasschicht und Gruppen von Bäumen, die sich an den Wasserläufen zu so genannten Galeriewäldern vereinigen. In der Trockensavanne, für die eine ein bis zwei Meter hohe Grasschicht und einzelne, an zeitweiligen Wassermangel angepasste Bäume charakteristisch sind, dauert die Trockenzeit gewöhnlich rund sechs bis acht Monate. Bei neun bis zehn ariden Monaten kann sich meist nur noch eine Dorn- oder Dornstrauchsavanne mit einer weniger als einen Meter hohen, lückenhaften Grasschicht sowie mit Gruppen dorniger Sträucher und niedriger Bäume entwickeln. In Klimazonen mit immer wiederkehrenden Trockenzeiten ist das jahreszeitlich stark schwankende Wasserangebot der wichtigste ökologische Faktor. Gräser und Gehölze treten bei der Nutzung der spärlichen Wasservorräte im Boden als Konkurrenten auf, ergänzen sich darin aber auch: Die flach wurzelnden Gräser nutzen das in den oberen Bodenhorizonten enthaltene Wasser, die Gehölze erschließen mit ihren tiefer reichenden Wurzeln die Wasservorräte des meist viele Meter tief verwitterten Gesteins. Neben den Klimabedingungen spielen auch andere Faktoren bei der Entstehung der Savannen eine Rolle, vor allem der Boden. Die Gräser der Savannen sind den Gehölzen auf bestimmten Böden überlegen, z. B. auf solchen mit dicht unter der Oberfläche liegenden harten Anreicherungen von Eisenoxiden, die nicht durchwurzelt werden können. Aber auch auf Böden mit Wasser stauenden Schichten, auf extrem nährstoffarmen Quarzsanden und auf Böden, die in der Regenzeit regelmäßig für längere Zeit überflutet werden, können Gräser ihre Vorteile ausspielen. Besser durchlüftete steinige bis felsige Böden begünstigen dagegen den Gehölzwuchs. Aber auch Termiten leisten hier einen entscheidenden Beitrag: Sie durchwühlen den Boden tief, reichern ihn mit Humus an und errichten hohe Nestbauten, auf denen auch anspruchsvollere Bäume und Sträucher gedeihen. Auf Termitenhügeln sind Gehölze besser vor Bränden geschützt, die die Grasfluren in den Trockenzeiten vernichten. Das Feuer als ökologischer Faktor hat offenbar für die Entstehung der Savannen erhebliche Bedeutung. In den Regenzeiten erholen sich die Grasfluren rasch von den Brandschäden; junge Gehölze werden dagegen vernichtet, und die Gehölzflora wird auf eine kleine Auswahl von Gewächsen dezimiert, die z. B. durch eine dicke Borke gegen Feuer geschützt sind. Die Wissenschaft beschäftigt sich auch mit der Frage, ob die Savannen nicht überhaupt durch menschliche Einflüsse entstanden sind, denn seit der Altsteinzeit werden vom Menschen Brände entfacht. Auch gelten die Savannen Ostafrikas als die ältesten Lebensräume des Menschen. Trotz der langen Trockenheit liegt die Nettoproduktion pflanzlicher Biomasse in den Savannen mit durchschnittlich rund 700 Gramm Kohlenstoff pro Quadratmeter und Jahr nur knapp unter dem Mittelwert sämtlicher Ökosysteme auf dem Festland. Das vergleichsweise große Nahrungsangebot ernährt eine arten- und individuenreiche Tierwelt. Für diese sind - wie etwa in den Grasländern Ostafrikas - vor allem Herden bildende Pflanzenfresser als Konsumenten und viele Tiere, die im Erdboden leben, sowie Termiten als wichtigste Destruentengruppe charakteristisch. Die Pflanzenfresser haben sich oft an die Mischbestände von Gräsern und Gehölzen angepasst. Einige wie Elefanten und Giraffen ernähren sich hauptsächlich von Laub, Kängurus von Gras, manche Antilopen von beidem. Pflanzenfresser spielen bei der Entstehung, Erhaltung, aber auch Zerstörung von Savannen eine bedeutende Rolle. Zu große Elefantenbestände können z. B. die Gehölzflora vernichten. Größere Schäden in den tropischen Grasländern richten allerdings Viehherden an. Durch Überweidung sowie durch Ackerbau und übermäßige Entnahme von Brennholz sind bereits weite Savannengebiete vernichtet worden. Die Verbuschung ist vielerorts ein großes Problem, die Desertifikation schreitet in einigen Gebieten rasch voran. Verfasst von: Peter Göbel Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
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